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Der Unterricht findet in großen Gruppen statt und ist ebenso auf den Dozenten zentriert. Eine
Erläuterung und die Diskussion des Lehrstoffs können zumeist nur in Übungen oder
Seminarsitzungen erfolgen. Schlimmer wird es, wenn unter Zeitdruck ein großer Stoffkatalog
bewältigt werden muss.
Und auf die individuellen Fähigkeiten und Interessen kann und wird hier noch weniger
eingegangen als in der Schule, da sich in dem Hörsaal eine größere Menge an Lernenden
befindet.
Auf der lehrenden Seite befinden sich zusätzliche Probleme:
In verwandten Fächern wird häufig die Skriptgestaltung eher individuell und isoliert erstellt,
wodurch der gleiche oder ähnliche Stoff durchgenommen wird, da eine fachübergreifende
Kooperation eher selten ist.
Das Skript wird aufgrund von Zeitmangel oft nur oberflächlich aktualisiert, was in einigen
Fächern dazu führt, dass der Stoff veraltet ist.
Daher erscheinen neue, integrierte und ergänzende Unterrichtsformen wünschenswert, die den
Lernenden einen individuelleren und damit ökonomischeren Erwerb des Grundwissens
ermöglichen. Daraus resultiert, dass der Lernende einen aktuellen Wissensstand hat.
2.2 eLearning
Das obige Beispiel aus der Schule wird nun ein wenig abgeändert:
Die Klasse sitzt in kleinen, leistungsbezogen zusammengestellten Gruppen von zwei oder
drei Schülern an den schuleigenen Computern und schaut sich, unter Betreuung des Lehrers,
den Kreislauf des Wassers auf einer CD-Rom an. Im Gegensatz zum Tafelbild, wo zum einen
nur ein zweidimensionales Schema dargestellt werden kann und zum anderen die
Bewegungen nur durch Pfeile schlecht symbolisiert werden, ist auf dem Bildschirm die
beinahe täuschend echt dargestellte Oberfläche des Meeres zu sehen. Eine graphische
Animation zeigt das Aufsteigen des Wassers. Zusätzlich gibt ein Text am Bildschirmrand
noch einmal das wieder, was der Lehrer anhand der Animation erklärt hat. Der Text enthält
Schlüsselwörter, wie zum Beispiel Kondensation, die sich vom restlichen Text durch blaue
Farbe hervorheben. Diese Schlüsselwörter, so haben die Kinder gelernt, sind Links. Sie
wissen, dass durch Anklicken dieser Links ein neues Fenster aufgeht und dort der Begriff
näher erklärt ist.
Lea und Stefan brauchen etwas länger, bevor sie die Zusammenhänge zwischen der
Verdunstung des Wassers und der Wolkenbildung verstanden haben; sie schauen sich die
Animation immer wieder an, bis ihnen ein Licht aufgeht. Tom und Lisa hingegen haben
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