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schnell begriffen, wie die Wolken entstehen, und klicken den Link Kondensation an, um
sich die Hintergrundinformationen zu den physikalischen Vorgängen zu holen. Als ihnen dies
auch nicht mehr reicht, wechseln sie zu einem anderen Fenster und starten im Internet eine
Stichwortsuche zu Kondensation. Sie bekommen eine Vielzahl an weiterführender Links,
wobei sie noch tiefere Einblicke zu verwandten Themen bekommen. Nicht alles, was auf den
themenverwandten Seiten steht, verstehen sie und wenden sich deshalb an den Lehrer, der
zwischenzeitlich von Lerngruppe zu Lerngruppe geht, um vorhandene Fragen zu beantworten.
Da die übrigen Kinder beschäftigt sind, hat der Lehrer genug Zeit, um auf die Fragen von
Tom und Lisa einzugehen. Als ein anderer Schüler die Hilfestellung vom Lehrer benötigt,
wählen Tom und Lisa neue Links, bis sie eine Seite gefunden haben, die ihnen ausreichend
interessant und verständlich erscheint.
Diese Szene ist ein wenig idealisiert, verweist aber auf Potentiale, die in dieser Art des
Lernens, nicht nur im schulischen Unterricht, liegen können. So könnte sich Lea
beispielsweise die CD-Rom zum Kreislauf des Wassers ausleihen, um zu Hause, fasziniert
von den Bewegungsabläufen, ihre Kenntnisse zu vertiefen und zu festigen, während Tom sich
nachmittags noch einmal vom heimischen Computer aus ins Netz einwählt, um nach weiteren
Links zum Thema Umweltschutz zu suchen.
Ein weiteres mögliches Szenario wäre, dass Christian, der sehr weit außerhalb der nächsten
Stadt wohnt - wie es in Teilen Australien oder den USA der Fall ist nicht die Möglichkeit
besitzt, zur Schule zu kommen. Er sitzt zu Hause vor dem heimischen Computer und
bekommt trotzdem alles live mit, was im Unterricht stattfindet, da er per Videokonferenz
mit dem Klassenzimmer verbunden ist. Der Lehrer kann ihm Fragen über Mikrofon stellen,
die Christian direkt beantworten kann oder Christian kann selber Fragen an den Lehrer
stellen.
Der Nachteil bei dem letzten Szenario ist, dass die soziale Bindung zu den Klassenkameraden
nicht gefördert wird.
2.3 Zusammenfassung
Das Traditionelle Lernen ist zentriert um den Lehrenden und aus der Sicht des Lernenden
fremdgesteuert. Der Lehrende gibt eine Orientierung über Ziele und Handlungen, eine
Auswahl von diesen Zielen und macht die Relevanz dieser Ziele deutlich. Er muss die
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