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Vergleich der verschiedenen Formen der Wissensvermittlung des Präsenz- und Fernstudiums
der Vorteil des selbstorganisierten, zeit- und ortsflexiblen Lernen zu überwiegen.
Die Klassische Form des Fernunterrichts sah bisher so aus, das der Lernende schriftliches
Material von den Fernuniversitäten per Post bekam, sie durchgearbeitet hat und bestimmte
Testprotokolle wieder an die Universität zurückgeschickt hat.
Aber auch per Fernsehen wird bei uns der Fernunterricht bereits seit längerer Zeit angeboten.
Beim Schulfernsehen oder insbesondere beim Telekolleg können Interessierte neben ihrem
täglichen Beruf mittels Fernsehgerät und Videorecorder Schulabschlüsse, wie zum Beispiel
die Fachhochschulreife in ihren eigenen vier Wänden, erwerben. Die Fernsehsendungen
werden während der Woche morgens, die Wiederholungen am Wochenende über die
Regionalsender ausgestrahlt. Die Sendungen zu den einzelnen Fächern dauern jeweils 30 bis
45 Minuten. Begleit- und Arbeitsbücher unterstützen das Lernen und das Verständnis des
Lernenden zusätzlich. Dieser Fernlehrgang mündet schließlich in einer schriftlichen Prüfung,
um die erwünschte Zusatzqualifikation zu erlangen.
Jedoch hat diese Wissensvermittlungsmethode den großen Nachteil: Die Wissensaufnahme
erfolgt nur durch das Durchlesen der Unterrichtsmaterialien oder Anschauen der Sendungen
im Fernseher und direkte Fragen und Unklarheiten zum Thema können nicht sofort an die
Lehrperson gestellt werden. Die Klärung der Fragen geschieht erst durch ein Telefonat zu den
Sprechzeiten oder per Post. Da diese Medien (Fernsehgerät, Videorecorder, Studienbrief)
nicht interaktiv sind, geben sie auch nur sehr wenige Rückmeldungen.
Hinzu kommen die sozialen Nachteile, wo der Lernende nicht oder nur kaum über den
gelernten Stoff mit Mitlernenden diskutieren kann und sich zusätzlich nach der Arbeit noch
alleine aufraffen muss, um den Lernstoff und die Aufgaben durchzugehen.
3.2 eLearning
Die mit den neuen Medien gebotenen Möglichkeiten sind vielfältiger als die beim
traditionellen Lernen: die Lehrinhalte können nun unter Nutzung aller verfügbaren
Medienarten (Text, zwei- und dreidimensionale Graphik, Ton, Bildfolgen, Simulation)
verschiedenartig am Computer dargestellt werden. Sie können zu multimodalen
Präsentationen synchronisiert werden, um etwa den bewegten Ablauf eines komplexen
Verfahrens durch einen gesprochenen Kommentar zu erläutern. Die geeignetsten
Darstellungselemente können netzartig zu multimedialen Systemen verknüpft werden. Mit
Hilfe von Navigations- und Suchmechanismen kann sich der Lernende seinen Interessen und
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